Kirchengemeinde Neukirchen

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Auf ein Wort         

 

Predigttext Sacharja 9, 10 Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.

 

Ihr Lieben,

diesen Satz unseres ersten Predigttextes zum 1. Advent hätten wir wohl letztes Jahr allesamt noch so gehört und empfunden: 


Frieden auf Erden! Was für ein herrlicher Zustand in einer immer hektisch werdenden Welt. Wenigstens Weihnachten wollten wir Frieden und Ruhe, Stille und Entspannung in unseren Häusern und in uns selbst finden. Das Leben im Alltag, am Arbeitsplatz, in den übervollen Einkaufszonen und Läden wurden den meisten allzu stressig. Das war schon lange nicht mehr schön. Alles andere als Weihnachtlich. 

 

Nur ein Jahr später sieht es doch bei den meisten genau umgekehrt aus.


Aus Angst vor dem Virus und als Folge der staatlichen Maßnahmen und Warnungen: Stillstand im öffentlichen Leben. Halbleere Geschäfte, Einkaufen übers Internet. Keine Weihnachtsmärkte. Noch nicht einmal adventliche Stunden mit den schönen alten Weihnachtsliedern sind mehr erlaubt. 

Lockdown! - Sicherlich: Manche Berufsgruppen arbeiten  dagegen mehr als je zuvor. Eltern müssen bei Schulausfall den vielfachen Anforderungen gerecht werden. Andere aber, wie Gastronomen oder Kulturschaffende und viele andere, sind zum Abschalten verurteilt.


Auf einen Schlag zu viel Zeit der Stille und der Besinnung?.

 

Ja, vielleicht. Aber ich denke wir sollten versuchen, das wir diese Weihnachtszeit allem Unglück zum trotz, als Gabe zu sehen und das Gute und Heilsame daraus zu schöpfen. Denn schon bald wird Corona in den Hintergrund treten. In Kürze werden die Impfstoffe helfen, die Seuche einzudämmen. Und so lasst uns jetzt doch auf das sehen, was weihnachtlich schön ist und bleibt. Auf das was geht und was wir genießen können. Freuen wir uns an der Stille noch einmal bevor es im nächsten Jahr wieder zunimmt mit der unseligen Hektik. Genießen wir unsere Lebkuchen, „Lebenskuchen“, mit ihrem Duft, ihren herrlichen, aromatischen Zutaten. Machen wir uns eine Tasse Kräutertee dazu. Lesen wir ein neues Buch. Nutzen wir doch noch einmal die viele Zeit und Ruhe, um zum Beispiel über so tiefgründige Fragen nachzudenken, wie in dem eben von mir zu Ende gelesenen Roman: Das Café am Rande der Welt: Warum bist Du hier? Was ist der Sinn unseres Lebens?

 

Als Christen dürfen wir weiterdenken: "Warum ist Jesus geboren? Was hat das mit uns zu tun? Und was wollte er? Wie verändert er unser Leben? Schützt er mich vielleicht vor Verzweiflung im Lockdown und vor dem Untergang im Stress? Bringt er mir Frieden? Oder sogar der ganzen Welt?" Das sind für mich ewige und weihnachtliche Fragen.

 

Viele gute Antworten und eine besinnliche, gesegnete und fröhliche Advents- und Weihnachtszeit wünsche ich Euch allen!

 

Euer Pastor

Michael Galle 

 

                      

Hoffnungsläuten 

(siehe am Ende der Seite)

Liebe Gemeinde, liebe Aventofter, Neukirchener und Rodenäser,


wie Ihr ja sicher bereits gehört habt, sollen alle nicht unbedingt nötigen öffentlichen Veranstaltungen und Treffen bis auf Weiteres ausfallen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Auch unsere Gottesdienste und kirchlichen Angebote gehören dazu. Nur Beerdigungen finden unter bestimmten Vorkehrungen und Einschränkungen statt. 

Das alles ist bitter. Ich denke aber, dass es gut ist, das öffentliche Leben erst einmal so weit wie möglich einzufrieren. Vor allem, um ältere und anfällige Menschen zu schützen und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Auch wenn es mir als Christ und Pastor widerstrebt, so einschränkend zu reagieren: Dieses Verhalten gehört im Moment aus meiner Sicht - auch aus christlicher Verantwortung - zu unserer Pflicht. Wir sehen in anderen Ländern, dass auf diesem radikalen Weg die Zahl der Neuinfektionen zunächst einmal zurückgegangen sind. Wenn sich etwas verändert, werden wir an dieser Stelle wieder schreiben.


Info Gemeindebüro:

Das Büro hat wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet.

Mittwoch: 9-12 Uhr, Donnerstag: 16-18 Uhr, Freitag: 9-12 Uhr


Info Beerdigungen:

Trauerfeiern dürfen nicht mehr öffentlich und nicht mehr in Kirchengebäuden stattfinden. Stattdessen sind nur Trauerfeiern unter freiem Himmel auf dem Friedhof im engsten Kreis vorgesehen.

Info Amtshandlungen Taufen, Jubiläen, Trauungen, u.a.:

Bis zum 19.4. sind alle Amtshandlungen (außer Trauerfeiern) ausgesetzt. Festgelegte Termine müssen bis dahin ausfallen. Für die Zeit nach Ostern warten wir noch auf Informationen. Neue Termine für das laufende Jahr sollten erst vereinbart werden, nachdem die Entwicklung klarer ist.

Info „Offene Kirche“

Unsere Kirchen hat zu den folgenden Zeiten wieder geöffnet.

Montag - Sonntag von 9.00 bis 12.00 Uhr


Info Pastor:

Auch ich bleibe natürlich als Euer Pastor im Einsatz. Solltet Ihr mit mir als Seelsorger sprechen wollen: Ich bin per Handy ständig erreichbar bzw. ich rufe kurzfristig zurück. Gern führe ich auf diesem Weg persönliche Seelsorgegespräche. Auch wenn Ihr konkrete Hilfe, wie zum Beispiel zum Einkaufen, benötigt, meldet Euch bei mir oder im Kirchenbüro zu den bekannten Zeiten. Wir versuchen, Hilfe zu vermitteln.

 

Bleibt gottbehütet,

Euer Pastor

Michael Galle

 

Telefon Gemeindebüro: 04664-206

Telefon Pastor Michael Galle: 0160-5151922


Liebe Gemeinde,

liebe Aventofter, Neukirchener und Rodenäser,

 

ab heute wollen wir uns der Aktion „Hoffnungsläuten“ der Nordkirche anschließen: Wir wollen mit vielen anderen Kirchengemeinden im Norden um 12.00 Uhr und damit auch der Corona-Opfer und der Menschen gedenken, die sich derzeit so aufopferungsvoll um das Leid kümmern.

 

Zwar sollen wir zur Zeit nicht in die Kirche kommen, aber wir können um 12.00 Uhr beim Läuten innehalten, um zu spüren, was in Corona Zeiten wirklich wichtig ist: Die Verbindung der Menschen zu Gott, Glauben und Kirche, sowie untereinander.

 

Das besondere 7–minütige Läuten in Aventoft und Neukirchen soll zudem an die sieben Tage der Schöpfung erinnern, von der die Bibel berichtet. Auch in Rodenäs wird das Mittagsläuten verlängert. Möge Gott diese Schöpfung und uns als seine Geschöpfe auch in dieser weltweiten Krise schützen und bewahren. Daran wollen wir mitwirken und dafür wollen wir beten.

 

Amen

 

Euer Pastor

Michael Galle