Ev. Kindergarten Neukirchen

Konzeption

 

Lage der Einrichtung und Einzugsgebiet

Der ev. Kindergarten Neukirchen ist eine Kindertagesstätte des evangelischen Kindertagesstättenwerkes Nordfriesland. Er liegt im Ortskern. Direkt vor der Einrichtung befindet sich eine Bushaltestelle, so dass Kinder, die aus dem Umland kommen, keine Straße überqueren müssen, um in das Gebäude zu gelangen.

In der Einrichtung werden Kinder aus den Gemeinden Neukirchen, Rodenäs und Aventoft/ Rosenkranz betreut. Darüber hinaus nehmen wir auch Kinder aus anderen

Gemeinden auf, die in den dortigen Kindertages-einrichtungen keinen Kindergartenplatz bekommen haben. Dies geschieht jedoch nur, wenn wir freie Plätze haben.

 

Struktur im Dorf

Im Dorf Neukirchen befinden sich ein Frisör, eine Arztpraxis, eine Zahnarztpraxis, eine Logopädiepraxis, die Freiwillige Feuerwehr, ein beheiztes Schwimmbad, ein Kaufmann, ein Fuhrunternehmen, eine Zweigstelle der VR- Bank und der NOSPA, ein Kiosk mit Poststelle und drei Gastwirtschaften.

Im Haus „Bynebüll“ findet man das „Mahamudra- Figurentheater“ und eine Musikschule.

Der im Ortsteil Hesbüll ansässige Kaufmann beliefert die Kindertagesstätte mit Milch und Selter.

Das Gelände der Kindertagesstätte grenzt direkt an die Emil- Nolde- Schule, welche seit dem 01. 08. 2008 eine Regionalschule ist. Hier ist eine stetige Zusammenarbeit vorhanden (siehe Vorschularbeit).

 

Vorstellung der Einrichtung

Die Kindertagesstätte gehört dem Verband ev. Kindertagesstätten in Schleswig- Holstein e. V. an.

 

Personelle Besetzung

Wir betreuen 48 Kinder im Alter von 2-6 Jahren, in drei verschiedenen Gruppen: eine Familiengruppe mit 15 Plätzen, eine Gruppe mit Einzelintegrationsmaßnahmen mit

18 Plätzen und eine Integrationsgruppe mit 15 Plätzen.

Die Kinder werden von einer Erzieherin und einer Zweitkraft betreut. Die Leiterin des Kindergartens arbeitet in der Integrationsgruppe als Zweitkraft. Eine Heilpädagogin, ein(e) Praktikant(in), ein Hausmeister und zwei Reinigungskräfte ergänzen das Team.

 

Aufnahmekriterien

Für die Aufnahme in der Kindertagesstätte entscheidet in der Regel das Geburtsdatum und/oder die soziale Situation.

 

Öffnungszeiten

Die Kindertagesstätte ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.00 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet.

 

Schließzeiten

Die Einrichtung ist während der Weihnachtsferien (den Schulferien gleich) und in den Sommerferien vier Wochen lang geschlossen. Außerdem kann es zwei zusätzliche Schließtage pro Kindergartenjahr geben!

 

Räumlichkeiten

Außer den drei Gruppenräumen befinden sich im Erdgeschoß die Garderoben, zwei Waschräume, eine Küche, ein großer Flurbereich, eine behindertengerechte Toilette

und ein Kleingruppenraum. Im oberen Stockwerk ist das Büro der Kindergartenleitung und ein Mitarbeiterzimmer.

Zum Gebäude gehört ein eingezäuntes Außengelände mit verschiedenen Spielmöglichkeiten, wie z.B. einer Schaukel, einer Rutsche, einem Wipper, Balancierhölzer und einer großen Sandkiste.

 

Tagesablauf

Der Tagesablauf in unserer Kindertagesstätte ist strukturiert.

Die Kinder sollten bis 9.00 Uhr da sein, um in das Freispiel oder andere Aktivitäten integriert zu werden. Für das Spielen stellen wir genügend Raum und Zeit zur Verfügung, da die Kinder über das Spielen ihre Umwelt kennen- und erfahren lernen.

Meist findet in den Gruppen ein freies Frühstück statt. An besonderen Tagen (z.B. Geburtstag, Frühstückstag, o.ä.) frühstücken die Kinder gemeinsam.

Gemeinsame Aktivitäten in den Gruppen variieren situationsbezogen und nach äußeren Gegebenheiten. Bis zum Abholen der Kinder ist Zeit für Kreativität und Draußen sein.

 

Feste und Feiern

Zu unserer pädagogischen Arbeit gehört unter anderem auch die Planung und Durchführung von kirchlichen und jahreszeitlich bedingten Festen, wie z.B. Ostern, Weihnachten, Fasching usw.  Der Geburtstag eines Kindes wird als ein ganz besonderer Tag in der Kindertagesstätte gewürdigt und in den Gruppen individuell gestaltet.

 

Ausflüge

Neben den „ Zugvogelaktivitäten“ (Zugvögel sind die Kinder, die nach dem aktuellen Kindergartenjahr zur Schule kommen) können auch gruppeninterne und       gruppenüber-greifende Ausflüge, wie z.B. Grillen, Zirkus- bzw. Theaterbesuche stattfinden.

 

Projekte

Im Laufe des Kindergartenjahres werden verschiedene Projekte durchgeführt, die gruppenintern oder gruppen-übergreifend stattfinden.

Projekte können sowohl in der Kindertagesstätte als auch außer Haus angeboten werden. Der Inhalt dieser Projekte richtet sich nach den unterschiedlichen Aspekten (Themen, Jahreszeit, aktuelle Anlässe, Bedürfnisse). Beispiele hierfür sind die Waldbesuche oder aber die Besuche am Deich.

 

Pädagogische Arbeit am Kind

Erziehungsziele

Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz, d.h. dass die Situation des Kindes berücksichtigt und aufgegriffen wird.

Unsere Kindertagesstätte sieht sich als familienergänzende und -unterstützende Einrichtung.

Um den Bedürfnissen des einzelnen Kindes gerecht werden zu können, suchen wir den Kontakt zum Elternhaus. Unser Ziel ist es, das Kind bei der Bewältigung seiner gegenwärtigen und künftigen Lebenssituation, sowie beim Erkennen von Lebenszusammenhängen zu unterstützen.

Wir wollen das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen des einzelnen Kindes stärken und fördern. Das Kind soll lernen, seine Phantasie zu entfalten und zu nutzen, sich körperlich und bildnerisch ausdrücken. Über das Spiel- und Lernangebot In der KiTa wird eine weitgefächerte Förderung des einzelnen Kindes erreicht. Die emotionalen, sozialen, kreativen und motorischen Anlagen der Kinder werden gefördert und erweitert.

 

Erziehungsstil

Die MitarbeiterInnen pflegen einen demokratischen, partnerschaftlichen Umgang mit den Kindern. Unsere Zielsetzung erreichen wir durch Erklärungen und gemeinsames Tun. Im Spiel, in Gesprächen und im täglichen Umgang miteinander erfahren die Kinder Gleich-berechtigung und Respekt ihrer Persönlichkeit.

Die Kinder sollen ihren Tagesablauf in der KiTa mitbestimmen können, wobei sie auch die wichtige Erfahrung machen, an ihre Grenzen zu kommen. Diese Grenzen werden ihnen einsichtig gemacht, wobei die Haltung der Erwachsenen konsequent, aber nicht stur, ist. Für uns alle sind liebevolle Zuwendung, Geduld und das Kind anzuhören und ihm zuzuhören selbstverständlich.

 

Religionspädagogische Arbeit   

Die Segnung der Kinder ( Markus 10,13-15)

Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie berühren sollte. Die Jünger aber fuhren diese Leute an. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen:

 „ Lasset die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes“

Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.

   

Die religionspädagogische Arbeit unserer Einrichtung wird gestaltet durch die pädagogischen Fachkräfte und ihren persönlichen Glauben. Ihre Bejahung des ev. Auftrages und ihr damit verbundener Einsatz für Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen der Kindertagesstätte schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens, in der sich jeder angenommen und verstanden fühlen kann.

Wir vermitteln den Kindern, unabhängig von Herkunft und Glaubensgemeinschaft, christliche Werte und eine vertrauensvolle Atmosphäre. Wir begegnen ihnen mit Liebe und Verständnis, hören ihnen zu und nehmen ihre Bedürfnisse ernst. Die MitarbeiterInnen teilen mit ihnen Freud und Leid, geben ihnen Trost und helfen, Trauer zu bewältigen. Wo es notwendig ist, setzen wir Grenzen und ermutigen sie gleichzeitig zu Selbständigkeit. Bei der Entwicklung von Selbstvertrauen und Persönlichkeit helfen wir ihnen. Wir fördern ihre Neugier und Kreativität. Die Kinder erfahren Sicherheit und Geborgenheit, bei Unsicherheit leisten wir Hilfestellung. Wir begegnen ihnen mit Offenheit und Toleranz und ermöglichen ihnen die Begegnung mit der Natur.

Religiöse Inhalte finden sich in Liedern, Fingerspielen und Geschichten. Schwerpunkt dabei sind Feste des Jahresablaufs, wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Unsere Arbeit wird durch die Pastorin unterstützt, die regelmäßig die Einrichtung besucht und thematisch mit den Kindern arbeitet. In gemeinsamer Vorbereitung finden zweimal jährlich Gottesdienste in der Kirche statt, an denen die Kinder aktiv beteiligt sein können.

Wir verstehen unsere religionspädagogische Arbeit als selbstverständlichen Teil der familienbegleitenden Erziehungsarbeit der KiTa. Pädagogische und religiöse Erziehung sind für uns eine untrennbare Einheit, denn unsere Arbeit basiert auf christlicher Nächstenliebe.

 

Integration

Einzelintegration ist eine Maßnahme der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch, die sich an Kinder mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen richtet.

Eltern haben die Möglichkeit, über die Kindertagesstätte einen Antrag auf Integration zu stellen. Die Förderung der genehmigten Maßnahmen erfolgt durch eine Heilpädagogin in Zusammenarbeit mit den Eltern und den MitarbeiterInnen der Einrichtung.

Die heilpädagogische Förderung erfolgt einmal wöchentlich in der Einrichtung und ist handlungs- und alltagsorientiert.

Die Maßnahme richtet sich nach dem individuellen Bedarf des Kindes und findet in der Gesamtgruppe, in der Kleingruppe, sowie durch Einzelförderung statt.

Der Heilpädagogin steht bei Bedarf ein Kleingruppenaum zur Verfügung in dem sich spezielles Material zur Unterstützung ihrer Arbeit befindet.

Die Maßnahme endet meist mit Verlassen der Kindertagesstätte und dem Eintritt in die Schule.

Sie kann aber auch aus unterschiedlichen Gründen, innerhalb eines Kindergartenjahres, beendet werden, wenn z.B. die im Antrag angegebenen Defizite des Kindes nicht mehr auffällig sind.

 

Vorschularbeit

In unserer Kindertageseinrichtung nennen wir die Kinder, die im laufenden Kindergartenjahr in die Schule kommen, „Zugvögel“. Die verbleibenden Kinder sind die „Heimatvögel“.

Mit den Zugvögeln arbeiten wir ganz speziell in Kleingruppen oder auch innerhalb der Gesamtgruppe. Dabei geschieht eine Förderung auf vielen Ebenen (sichtbar und unsichtbar). Sichtbar sind z.B. schwierige Basteleien oder Arbeitsbögen zu unterschiedlichen Themen und Bereichen, wie Farben, Formen, Schwungübungen usw.

Unsichtbar sind andere Fähigkeiten, die gefördert werden, z.B. Zuhören, Erzählen, Abwarten können bis man an der Reihe ist, Kreativität usw. Diese erreichen wir durch Spiele, Lieder, Bücher, Rollenspiel, Gespräche und vor allem durch das tägliche Miteinander.

Für die Zugvögel finden in der Regel besondere Projekte statt (Töpfern in Zusammenarbeit mit einer Töpferei, Besuch des Krankenhause/ der Rettungswache, ein Erste-Hilfe- Kurs mit einem Rettungssanitäter und das gemeinsame Übernachten als Abschluss der Kindergartenzeit).

Wir gehen davon aus, dass die Vorbereitung auf den späteren Schulbesuch vom ersten Tag des  Kindertagesstättenbesuches an stattfindet - jedoch im letzten Jahr intensiver mit dem ganz konkreten Blick auf die Schule.

 

Zusammenarbeit mit der Grundschule

Die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kindertageseinrichtung ist in einem Kooperationsvertrag festgelegt.

Zweimal im Jahr findet ein Treffen zwischen den Lehrer/- innen der Grundschule und der Leiterin und den Gruppenleiterinnen der Kindertagesstätte statt. Hier arbeiten wir thematisch (z.B. Sprachförderung), besprechen auftretende Probleme, denken über die Form der weiteren Zusammenarbeit nach und tauschen uns über Arbeitsinhalte aus.

Die Schule bietet Informationselternabende an.

Nachdem die Schulanfänger in der Schule angemeldet sind, werden sie zu einem „Spiel- und Kennlernnachmittag“ eingeladen. Nach den Osterferien beginnen dann die Schulbesuchstage, d.h. die Kinder besuchen in kleinen Gruppen, an festgelegten Tagen, den Unterricht der Eingangsstufenklassen.

 

Zusammenarbeit mit der Sprachheilschule

In der Regel einmal monatlich besucht eine Lehrkraft  der Drei-Harden-Schule (Förderzentrum Niebüll) die Kinder-tagesstätte und führt eine spezielle Förderung mit den Kindern durch, deren Sprache nicht altersgemäß entwickelt ist. Dazu bedient sie sich unterschiedlicher Spiele, Reime, Geschichten, Bilder und Bücher.

Eltern wird die Möglichkeit geboten, ihr Kind in der Sprachambulanz vorzustellen.

 

Pädagogische Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen

Teamgespräch

Zwischen den Mitarbeiterinnen der jeweiligen Gruppen finden wöchentliche Teamgespräche statt. Hier werden gruppeninterne Planungen, Fragen, Probleme, Reflexion usw. durchgeführt.

 

Mitarbeiterbesprechung (MAB)

An den 14-tägig stattfindenden Mitarbeiterbesprechungen nehmen alle pädagogischen Mitarbeiterinnen teil. Wir reflektieren den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder und Situationen in den Gruppen. Darüber hinaus werden gemeinsame Aktivitäten  und Projekte besprochen und geplant.

 

Besprechung Leiterin/ Stellv.Leiterin

Durch den regelmäßigen Austausch zwischen der Leiterin des Kindergartens und ihrer Stellvertreterin sind beide stets über alle Vorgänge in der Kindertagesstätte informiert. So kann z.B. bei Abwesenheit der Leiterin ihre Vertretung Auskünfte erteilen.

 

Fortbildung

Über Fortbildungsangebote werden alle MitarbeiterInnen informiert. Jede hat die Möglichkeit Angebote zur Fortbildung zu nutzen und diese nach Interesse und nachdem, was für die Kindertagesstätte wichtig ist, auszuwählen.

Einmal jährlich nehmen alle pädagogischen Mitarbeiterinnen an einem Fortbildungstag des Kirchenkreises teil. An diesem Tag ist die Kindertageseinrichtung bis auf eine eventuell eingerichtete Notgruppe geschlossen.

 

 Elternarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Eltern ist die Grundvoraussetzung für eine gute, optimale Arbeit am Kind. Dabei ist besonders wichtig, ein Vertrauensverhältnis zwischen Kind, Eltern und Mitarbeiterinnen zu schaffen und zu erhalten.

Wir pflegen diese gegenseitigen Beziehungen durch:

-        Gruppenelternabende (1-2x jährlich)  - Information, thematisch

-        Gesamtelternabende (thematisch) oder

-        Gruppenübergreifende Angebote - Bastel- oder Spielabende

-        Gespräche bei Ankunft und Abholen der Kinder

-        Elternsprechtag (1x jährlich) - Intensiver Austausch über das Kind

-        Gespräche zwischen Elternvertretern und Kiga-Leitung (1x monatlich)

-        Aktivitäten; bei denen Eltern bei der Planung und Durchführung unterstützend Mitwirken

-        Möglichkeit für Eltern einen Vormittag oder eine Turnstunde mitzuerleben

 

Da bei einer so umfangreichen Zusammenarbeit auch Konflikte auftreten können, sollten Mitarbeiterinnen und Eltern bestrebt sein, auftretende Schwierigkeiten direkt, umgehend und sachlich anzusprechen.

 

Alles Alte ist so neu  für einen armen kleinen Knirps,der gerade auf die Welt gekommen ist! Darum ist es auch nicht so leicht, ein armer kleiner Knirps zu sein.

Die Welt ist so voll von unbekannten und erschreckenden Dingen  -  und das Einzige, worauf sich der arme kleine Knirps verlassen kann sind die Erwachsenen, die schon lange gelebt haben und so viel wissen.

Es müsste ihre Aufgabe sein, eine Welt von Geborgenheit, Wärme und Freundlichkeit um den Knirps zu schaffen. Aber tun sie das? Allzu selten  will mir scheinen. Sie haben wohl keine Zeit dazu! Sie vollauf damit beschäftigt, den kleinen Knirps zu erziehen. Sie erziehen ihn so unablässig  von früh bis spät, es liegt ihnen so unglaublich viel daran, dass er sich von Anfang an so benimmt wie ein Erwachsener.

Denn dieses „Kind zu sein“, das ist doch eigentlich ein recht hässlicher Charakterzug, der mit allen Mitteln bekämpft werden muss.

(Antwort auf eine Zuschrift in Husmodern, Frühjahr 1948) 

Astrid Lindgren in ‚Steine auf dem Küchenbord‘

 

 

Öffentlichkeitsarbeit

Wir bemühen uns, dreimal jährlich ein KiTa- Infoblatt in die Elternhäuser zu geben. Des weiteren erhalten die Bürgermeister der einzelnen Kommunen, die Mitglieder des Kindergartenbeirates, die Schulleitung, sowie der Pastor und die Pastorin und die Mitglieder der Kirchenvorstände Neukirchen und Aventoft ein Exemplar.

Im hiesigen Gemeindebrief werden Artikel über verschiedene Aktivitäten des Kindergartens veröffentlicht.

 

Zusammenarbeit mit dem Träger

Kindergartenbeirat

Der Kindergartenbeirat besteht zu gleichen Teilen aus pädagogischen MitarbeiterInnen,

Elternvertretern, Vertretern der Kirchengemeinde (einschließlich Leitung des Kindertagesstättenwerks) und Kommunalvertretern und tagt in der Regel zweimal jährlich. Er entscheidet unter anderem über:

-        Die Bewirtschaftung zugewiesener Mittel

-        Aufstellung von Stellenplänen

-        Festlegung der Öffnungszeiten

-        Festsetzung der Elternbeiträge

-        Festlegung des Aufnahmeverfahren

-        Schließzeiten des Kindergartens

 

Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten,

die viele kleine Dinge tun,

können das Gesicht der Welt verändern.

(Afrikanisches Sprichwort)

 

 

Aufgaben des Trägers

Der Träger trägt die Gesamtverantwortung für die einzelne Kindertageseinrichtung.

Daher ist es seine Aufgabe, die KiTa-Leitung und die Mitarbeiterinnen zu unterstützen, um gemeinsam die festgelegten Ziele zu erreichen.

Nachfolgend ein kleiner Überblick über die verschiedenen Aufgabenbereiche des Kindertagesstättenwerkes in seiner Funktion:

- Teilnahme an Beiratssitzungen und Umsetzung der Beiratsempfehlung

- Kontakt zur Kommune und Führen von Verhandlungen

- Dienst- und Fachaufsicht für alle Mitarbeiterinnen

- Aufsichts- und Fürsorgepflicht als Anstellungsträger

- Personalführung und  -management

- Personalgespräche mit der KiTa-Leitung

- Teilnahme an Dienstbesprechungen in der KiTa bei Bedarf

- Austausch und Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde

- Verantwortung für den KiTa-Haushalt

- Elternarbeit in besonderen Fällen

- Sicherstellung/ Einhaltung der gesetzlich geforderten Rahmenbedingungen

- Mitarbeit und Unterstützung bei Konzeptionsüberarbeitung, Umsetzung der Bildungsleitlinien, Qualitätsweiterentwicklung, etc.

- Genehmigung von Integrationsanträgen und Geschwisterermäßigungen

- Zusammenarbeit mit der Heimaufsicht des Kreises NF: Erweiterte Betriebserlaubnis, Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren, etc.

- Enger Kontakt zur Kirchenkreisverwaltung: Personalabteilung; Kasse, Kämmerei, etc.

- Öffentlichkeitsarbeit: Präsentation der Kita-Arbeit in Nordfriesland

- Zusammenarbeit mit dem VEK

- Vernetzung mit anderen KiTa-Werken und KiTa-Beauftragten

 

Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

Gemäß § 8a des Sozialgesetzbuches VIII sind wir als Kindertageseinrichtung verpflichtet, den Schutz der uns anvertrauten Kinder vor Kindeswohlgefährdung sicher zu stellen. Dazu gehört es, dass alle Mitarbeiter/ -innen sensibel für das Thema sind, die Kinder gut im Blick haben und bei Verdachtsmomenten sicher reagieren können. Zu diesem Zweck gibt es in allen Kindertageseinrichtungen des Ev. Kindertagesstättenwerkes Nordfriesland einen konkreten, einheitlichen Ablaufplan, wie beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in unseren KiTas umgegangen wird. Dabei ist es immer unser Ziel, möglichst zeitnah mit den Personensorgeberechtigten die notwendigen Handlungs-schritte abzusprechen, umzusetzen und auszuwerten, um eine mögliche Kindeswohlgefährdung abzuwenden.

Dieser Ablaufplan ist in allen KiTas für die MitarbeiterInnen zugänglich und wurde zusammen mit dem Kinderschutzzentrum Westküste entwickelt.

  

 Familiengruppe im ev. Kindergarten Neukirchen

 In unserer ev. Kindertagesstätte wurde zum 1. August 2009 eine Familiengruppe installiert. Die Gruppenstärke umfasst 15 Kinder im Alter von 0- 6 Jahren, davon sind höchstens 5 Kinder unter 3 Jahren.

Die Kinder werden von einer Erzieherin, einer weiteren Kraft und einer Jahrespraktikantin betreut und liebevoll pädagogisch in ihrer Entwicklung begleitet.

 

Kinder unter 3 Jahren brauchen in besonderem Maße:

- Bindung und Beziehung, d.h. es braucht gleich bleibende Personen, die jederzeit für das Kind erreichbar sind.

- Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und päd. Fachpersonal, die auf gegenseitigem Respekt und Verständnis basiert.

- Sicherheit, Zuverlässigkeit und Geborgenheit werden durch liebevolle Zuwendung gewährleistet, wie z.B. Zeit für Hygiene, Zeit    

   für gemeinsames Essen, Zeit zum Kuscheln.

- Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten werden durch Raumaufteilung geschaffen, genauso wie Möglichkeiten für Bewegung und  

    kreative Beschäftigung.

- Klare Strukturen und Rituale im Tagesablauf geben dem Kind Sicherheit und helfen ihm, sich in der Gruppensituation zu Recht zu  

    finden.

- Bildungsangebote, wie z.B. Sprache, Körper und Gesundheit, Naturwissenschaften, Kultur, Werte und Ästhetik, sowie Religion  

    werden selbstverständlich alters- und entwicklungsentsprechend umgesetzt.

- Bildungsprozesse finden vor allem im Spiel und experimentieren statt, daher haben diese Tätigkeiten des Kindes oberste Priorität  

    und werden möglichst nicht gestört.

 

 

Die Eingewöhnung - so wird es ein guter Start in die Kindertageseinrichtung

 Für ein Kleinstkind bedeutet der Besuch der KiTa, sich in einer ihm bis dahin fremden Welt, in fremden Räumen und mit fremden Menschen zurechtfinden zu müssen.

Es muss eine Beziehung zu ihm unbekannten Personen aufbauen, wobei das Zusammensein mit vielen Kindern ebenfalls neu und ungewohnt ist. Sein Tagesablauf bekommt einen neuen Rhythmus und auch eine mehrstündige Trennung von seinen elterlichen Bezugspersonen erlebt das Kind vielleicht erstmalig.

Positive Erfahrungen in dieser Übungssituation sind für das Kind sehr wichtig, sie sind prägend für sein weiteres Leben.

Das Kind muss die Erfahrung machen können: „ Ich werde nicht allein gelassen, ich bekomme Unterstützung, solange ich sie brauche.“ Damit wird eine Grundlage dafür geschaffen, dass sich das Kind von Anfang an in der Einrichtung sicher und wohl fühlen kann und seine Entwicklung einen positiven Verlauf nimmt.

Das „ Berliner Eingewöhnungsmodell“ (entwickelt vom Infans-Institut Berlin), ist in der Praxis vielfach erprobt und hilft dem Kind den Übergang in die Kindertagesstätte gut zu bewältigen. Dazu müssen Sie folgendes wissen:

 

Die Eingewöhnungszeit kann 2-3 Wochen dauern. Diese Zeit müssen Eltern sich und ihrem Kind geben. In dieser Zeit braucht das Kind sie als Eltern zur Unterstützung. Kommen sie in den ersten drei Tagen mit ihrem Kind in die Einrichtung, ohne sich von ihrem Kind zu trennen. Greifen sie nicht in das Gruppengeschehen ein, sondern dienen sie ihrem Kind als „sichere Basis“, von der aus es starten und zu der es sich zurückziehen kann.

Die Kontaktaufnahme der Erzieherin zum Kind orientiert sich am Verhalten des Kindes und geschieht behutsam. Die ersten Trennungsversuche werden ab dem vierten Tag unternommen (10-30 Minuten, je nach Verhalten des Kindes). Die Mutter (oder andere Bezugsperson) bleibt in dieser Zeit in der Einrichtung.

Die Eingewöhnungsphase dauert so lange, bis das Kind eine sichere Bindung zur Erzieherin aufgebaut hat. Wenn das Kind sich trotz Abschiedsschmerzes von der Erzieherin trösten lässt und danach konzentriert spielen kann, ist der Bindungsaufbau gelungen. Weitere Anzeichen dafür sind, dass das Kind sich füttern und wickeln lässt oder entspannt einschläft.

Die Anwesenheit der Mutter oder des Vaters während der Eingewöhnungszeit des Kindes schafft zudem Raum zum Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Eltern und Erzieherin.

 

 

Die Elternarbeit - eine tragende Säule der Kindertagesstättenarbeit

Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen den Eltern und den Betreuungskräften ihres Kindes ist die Grundlage jeder guten Elternarbeit. Eltern müssen sicher sein, das es ihrem Kind gut geht. Durch ein gutes, intensives Aufnahmegespräch und eine gelungene Eingewöhnungsphase (s.o.) sind die ersten Schritte auf dem Weg zu einem harmonischen Miteinander getan.

Eltern und Erzieherinnen sollen sich regelmäßig Zeit für Gespräche nehmen, wie z.B. Gespräche zum Austausch über Beobachtungen, Erfahrungen und Entwicklung des Kindes.

Dazu gehören so genannte Tür- und Angelgespräche für die kurze Weitergabe von Informationen und verabredete Zeiten für intensive Gespräche über die Entwicklung des Kindes. Die in einem Portfolio(Sammelmappe) angelegten Dokumentationen belegen den Entwicklungsstand des Kindes. Dazu dienen Fotos des Kindes, aufgenommen in unterschiedlichen Alltagssituationen und versehen mit einem kurzen Text, so wie kreative Werke des Kindes und eventuell schriftlich festgehaltene Beobachtungen.

Eltern haben die Möglichkeit, die Gruppe zu besuchen und so einen Einblick in das Alltagsgeschehen zu bekommen.

Durch die Teilnahme an Veranstaltungen der Gruppe, oder der gesamten Einrichtung, haben die Eltern die Möglichkeit sich in verschiedenster Form einzubringen. Sei es durch die Mithilfe bei Organisation wie z.B. des Sommerfestes oder durch die Bereitschaft, sich als Elternvertreter wählen zu lassen. Bei Ausflügen der Gruppe, z.B. an den Deich, ist die Mithilfe der Eltern beim Transport der Kinder notwendig und bietet weitere Gelegenheiten zum Austausch und Kennen lernen.

 

„ Zugvogelarbeit“ in der Familiengruppe

Natürlich werden alle Kinder in allen Altersstufen in der Familiengruppe optimal betreut und gefördert. So auch die zukünftigen Schulkinder, die „Zugvögel“.

Durch die personelle Besetzung in der Gruppe und die maximale Größe mit 15 Kindern und davon höchstens 5 Kinder unter drei Jahren ist es möglich, immer wieder mit Kleingruppen alters entsprechend zu arbeiten. So können Angebote von Liedern über Bilderbüchern und kreativen Arbeiten bis hin zu Bewegungsübungen unterschiedlich ausfallen und durchgeführt werden. Immer mit im Blick auf das Alter und den Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes.

Die „Zugvögel“ nehmen selbstverständlich auch an den speziellen, gruppenübergreifenden Angeboten, wie z.B. den Besuch des Krankenhauses, teil.

 

 Der Weg zu den Bildungsleitlinien - Frühe Bildung in der Kindertagesstätte

Eine breite Verständigung der Länder darüber, dass Kindertageseinrichtungen einen Bildungsauftrag haben, der ausgeformt und umgesetzt werden muss, besteht schon lange. Schon in § 22 (2) SGB VIII wird im Rahmen der Grundsätze der Förderung in Kindertagesstätten formuliert: „ Die Aufgabe umfasst Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes.“

Kindertageseinrichtungen des Elementarbereiches werden schon seit vielen Jahren als unentbehrlicher Teil des Bildungswesens betrachtet, denn Kindertagesstätten sind der geeignete Ort für frühkindliche Bildungsprozesse.

 

Der Schwerpunkt des Bildungsauftrages für Kindertageseinrichtungen liegt in der frühzeitigen Stärkung individueller Kompetenzen und Lerndispositionen, der Erweiterung und Unterstützung, sowie der Herausforderung des kindlichen Forscherdrangs.

 

Zu den Bildungsleitlinien des Landes Schleswig- Holstein gehören insgesamt sechs Bildungsbereiche, die wie folgend aufgegliedert sind:

 

1. Körper, Gesundheit und Bewegung

-        Ernährung

-        Bewegung

-        Erkennen von körperlichen Funktionen und Zusammenhängen

-        Hygiene

-        Gender (geschlechtsbewusste Erziehung)

-        Unfallverhütung

-        Erschließung der Umwelt

-        Schulvorbereitung

-        Verkehrserziehung

-        Nutzen von Gebrauchsgegenständen

-        Lebenspraktische Fähigkeiten schulen

-        Bewegungsfreude

-        Gleichgewicht

-        Herausforderung/ Motivation

-        Körperbewusstsein erweitern

    

2. Sprache, Zeichen, Schrift und Kommunikation

 -        Sprachfähigkeit und Sprachfreude entwickeln

-        Sprachfluss, Sprachrhythmus und Sprachmelodie entwickeln

-        Wortschatz, Grammatik und Satzbau erlernen

-        Symbolverständnis entwickeln ( Schrift)

-        Literaturbegegnung, Textverständnis, Schriftgebrauch

      

 3. Mathematik, Naturwissenschaften und Technik

 -        Mengen und Zahlenbezogenes Wissen vermitteln

-        Zahlenfähigkeit entwickeln

-        Rechenfertigkeit entwickeln

-        Zeitliche Orientierung

-        Geometrische Formen erkennen

-        Umgang mit Geld

-        Erkennen und Legen von Mustern

-        Erkennen von Gesetzmäßigkeiten

-        Systemische Beobachtung (beschreiben und vergleichen)

-        Ideen und Hypothesen entwickeln

-        Bewusstes Erleben und Verstehen von Naturvorgängen

-        Bewusstsein für Umwelt und Natur entwickeln

 

  4. Kultur, Gesellschaft und Politik

 

-        Wahrnehmung (visuell, auditiv, taktil)

-        Orientierung

-        Integration

-        Umgang mit Regeln

-        Selbstlernprozesse gestalten

-        Interaktion ( Gruppendynamik)

-        Werterhaltung

-        Partizipation ( Partnerschaftlicher Umgang)

                  -    Verantwortungsübernahme

-        Hilfsbereitschaft

 

 

    5. Religion, Ethik und Philosophie

 

-        Wertevermittlung

-        Bedeutung von Festen und Ritualen

-        Toleranz

-        Offenheit

-        Interkulturelle Erziehung

 

 

6. Musisch- ästhetische Bildung und Medien

 

-        Förderung von Kreativität

-        Begegnung mit Kunst und Kultur

-        Erwerb gestalterischer Ausdrucksformen

-        Sinneserfahrung (Hörsinn, Tastsinn, Geruchssinn)

-        Medienkompetenz

-        Sachgerechter und verantwortlicher Umgang mit Material

-        Symbolverständnis

-        Kommunikationsmittel erlernen

-        Musische Förderung

-        Differenzierung des Hörsinnes

-        Emotionales Erleben

-        Ausdrucksformen erlernen

-        Sensibilisierung von musikalischen Gestaltungsmöglichkeiten

                                                                                              

An Hand von einigen Beispielen, möchten wir dem Leser unserer Konzeption, nun einige Bildungsbereiche anschaulich machen.

 

Gesundes Frühstück/ Kochtag

Einmal im Monat findet unser „ gesundes Frühstück“ statt und zusätzlich wird einmal in der Woche gekocht oder gebacken.

Ernährung, Hygiene, der Umgang mit Gebrauchsgegenständen und Unfallverhütung sind Thema bei der Zubereitung. Praktische Fähigkeiten werden geschult, die Wahrnehmung gestärkt und soziale Kompetenzen angesprochen.

An solchen Tagen wird gemeinsam gegessen und somit kommt es zu Verantwortungsübernahme beim Tischdecken, zu Kommunikation unter einander, die

Gruppenfähigkeit wird angesprochen, sowie der Umgang mit bestehenden Regeln und Tischmanieren.

In diesem Beispiel sind hauptsächlich der 1. und der 4. Bildungsbereich angesprochen.

 

Sporttag

Da die angrenzende Emil- Nolde- Schule unserer Kindertagesstätte mindestens einmal wöchentlich die Sporthalle zur Verfügung stellt, gehen wir regelmäßig mit den Kindern zum Turnen. In den Sportstunden werden unter anderem Bewegungslandschaften mit Höhenunterschieden, aber auch die Ringe, Seile oder das Trampolin unterschiedlich genutzt. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit, sich an verschiedenen anderen Materialien, wie z.B. Reifen, Rollbretter und Bällen aus zu probieren.

Der Sporttag beinhaltet die Bildungsbereiche 1., 3., 4. aber auch die Bereiche 5. und 6..

Es entsteht Bewegungsfreude, das Gleichgewicht wird geschult und das Körperbewusstsein erweitert. Durch den Umgang mit dem Rollbrett oder aber das Laufen durch die Turnhalle wird die Raumorientierung gefördert. Die Kinder geben sich gegenseitig Hilfestellung und lernen abwarten zu können bis sie an der Reihe sind.

 

Der Stuhlkreis

Zu unserem Tagesablauf gehört auch der täglich Stuhlkreis. Hier treffen sich alle Kinder und Erwachsenen einer Gruppe nach dem Freispiel, um zu singen, ein Buch zu lesen, Geschichten und Märchen zu erzählen, Fingerspiele zu erlernen und Kreisspiele zu spielen. Durch die verschiedenen Angebote innerhalb des Stuhlkreises werden auch unterschiedliche Bildungsbereiche angesprochen, hauptsächlich aber die Bereiche 2. und 6.. Es kommt hier zu Literaturbegegnung, Textverständnis, aber auch Sprachfähigkeit und Sprachfreude werden entwickelt bzw. gefördert. Dazu gehören selbstverständlich auch die Entwicklung des Sprachflusses, des Sprachrhythmus und der Sprachmelodie.

Durch den Einsatz von Musikinstrumenten erlernen die Kinder den sachgerechten und verantwortlichen Umgang damit.

 

Das Spiel auf dem Bauteppich

Während des Freispiels können die Kinder entscheiden, wo, was und mit wem sie spielen möchten. Im Bereich des Bauteppichs steht den Kindern verschiedenes Material bereit. Die Kinder können z.B. wählen zwischen Tieren, Autos, Eisenbahn, Bausteinen, Duplo-

oder Legosteinen oder einer Murmelbahn. Das Angebot wechselt je nach Interesse, Alter und Fähigkeiten des Kindes.

Der Aufbau eines Bauernhofes oder eines Zoo’s beinhaltet z.B. Teile des 3. und 4. Bildungsbereiches. Es wird beispielsweise die Zählfähigkeit entwickelt und trainiert, Partizipation, Hilfsbereitschaft, aber auch der Umgang mit Regeln werden erlernt. Bei der Murmelbahn geht es darum Gesetzmäßigkeiten zu erlernen und ein Bewusstsein für die Umwelt und die Natur zu entwickeln.

 

Besuch der Pastorin

Einmal im Monat besucht uns die Pastorin in unserer Einrichtung, um uns in unserer religionspädagogischen Arbeit zu unterstützen und thematisch mit den Kindern zu arbeiten. Im Stuhlkreis erfahren die Kinder immer wieder Rituale, wie z.B. das Lied

„ Ja Gott hat alle Kinder lieb…“, unser Echo (die Kinder sagen der Reihe nach ihren Namen und die Gruppe wiederholt den Namen drei Mal in einem Echo), eine religiöse Geschichte und der anschließende Segen, den alle Beteiligten mit sprechen können.

In diesem Stuhlkreis geht es hauptsächlich um den 5. Bildungsbereich, denn hier werden Werte vermittelt, die Problemlösefähigkeit wird gefördert, aber auch Toleranz und Offenheit entwickelt. Die Kinder lernen die Bedeutung von Festen und Ritualen und ihre Neugier wird geweckt.

 

So könnten wir noch viele Beispiele aus unserer Kindertagesstätte aufführen, in denen die Bildungsleitlinien des Landes Schleswig-Holstein umgesetzt werden.

   

In unserem Flur sind für die Eltern und andere Leser unserer Konzeption einige Plakate ausgehängt, auf denen wir die Umsetzung der Bildungsleitlinien noch einmal anschaulich mit Fotos und dazugehörigen Bildungsbereichen dargestellt haben.

                                                                                                         

Stand 23. August 2010